Sonntag, 13.November 2011, 17 Uhr

 

Gioachino Rossini

 

„Petite Messe solennelle“

 

Petra Labitzke, Sopran

Ann-Katrin Naidu, Alt

Tilmann Unger, Tenor

Teru Yoshihara, Baß

Chor an der Peterskirche Weilheim / Teck

Friedemann Treutlein, Klavier

Ernst Leuze, Harmonium

Leitung: Wolfgang Beck

 

 

Evangelische Kirchengemeinde

Weilheim an der Teck


Aktuelles

 

 

 
 
   
 

Große Stimmen für die „Kleine Messe“:
Opernglanz beim Konzert in der Peterskirche


„Die Urlaubs-Pause ist kurz, im Herbst/ Winter stehen viele schöne Konzerte an; besonders freue ich mich auf Rossinis „Petite Messe Solenelle“!, teilt Petra Labitzke seit kurzem über ihre Homepage mit. Die aus Ludwigsburg stammende Sopranistin, deren Opernlaufbahn nach dem Gesangstudium an der Stuttgarter Musikhochschule in Würzburg begann und schon bald mit dem Nachwuchsförderpreis für junge Künstler honoriert wurde, beherrscht alle wichtigen Partien des leichten Sopranfaches. So interpretierte sie am Staatstheater Kassel in Sebastian Baumgartens hochgelobter Inszenierung des Strauss’schen Rosenkavalier mit großem Erfolg die Rolle der Sophie und begeisterte anschließend als Micaela in Bizets Carmen das Publikum des Berner Opernhauses. Weitere Engagements führten sie u.a. ans Staatstheater Meiningen, an die Vlaamse Opera Antwerpen sowie an die Bonner Oper.
Neben den großen Opernpartien liegt Petra Labitzke die Pflege der Operette am Herzen; vor allem aber ist sie eine gefragte und viel beschäftigte Konzertsängerin, deren Repertoire alle großen Oratorien, Messen und Passionen umfasst, darunter eben auch auch Rossinis „Petite Messe Solenelle“, mit der sie am 13. November 2011 in der Peterskirche zu hören sein wird.

Den Anstoß zu dieser Aufführung gab vor einem Jahr Labitzkes Kollegin Ann-Katrin Naidu.
Die Mezzosopranistin hatte beim letztjährigen Konzert des Chors an der Peterskirche mitgewirkt. Schon während des Studiums - neben der Gesangsausbildung in ihrer Heimatstadt Stuttgart absolvierte sie zusätzlich ein Studium in Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Tübingen - sang sie bereits an der Württembergischen Staatsoper und erarbeitete sich danach in Festverträgen Repertoire und Bühnenerfahrung an den Opernhäusern von Saarbrücken und Mannheim. Heute lebt Ann-Katrin Naidu in München, wo sie am Staatstheater am Gärtnerplatz Partien wie Carmen, Komponist (Ariadne auf Naxos), Tchaikowskys Johanna von Orléans, Niklas (Hoffmanns Erzählungen), Hänsel und Prinz Orlofsky (Fledermaus) gestaltet. Am Münchner Nationaltheater sang sie unter Zubin Mehta unter anderem die Wellgunde und Waltraute im Ring des Nibelungen.
Neben ihren Gastspielen als Opernsängerin ist Ann-Katrin Naidu mit ihrem umfangreichen Konzertrepertoire von den großen Oratorien Bachs über Verdis Requiem und Mahlers Sinfonien bis hin zu zeitgenössischen Werken bei den großen Musikfestivals vertreten, sang mit den wichtigsten deutschen Orchestern und arbeitet mit Dirgenten wie Zubin Mehta, Lorin Maazel, Kent Nagano und Christian Thielemann zusammen.

Zum Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz gehört auch der Tenor Tilmann Unger.
Er studierte am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Freiburg und an der Hochschule für Musik Würzburg und wurde anschließend an das dortige Stadttheater engagiert, wo er schon während des Studiums gastiert hatte und als Regieassistent tätig war. Er debütierte in etlichen großen Rollen wie Tamino, Lensky, Pelleas und Narraboth. Weitere Stationen waren das Landestheater Linz, das Saatstheater Weimar, die Oper Wuppertal und das Stadtteater Augsburg. Auf dem Konzertpodium war er mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Rundfunkorchester des Südwestfunks und den Bochumer Symphonikern zu hören. Im Jahr 2007 erhielt Tilmann Unger den Kunstförderpreis des Freistaats Bayern.
Der „Elias“ oder die Cäcilienmesse von Gounod gehören ebenso zu seinem Repertoire wie die großen symphonischen Werke von Mahler oder Beethoven, und natürlich Rossinis „Petite Messe Solennelle“.

Ebenfalls schon 2010 in Weilheim zu Gast war Teru Yoshihara.
Der Bariton, geboren in Sapporo/Japan, studierte in Tokyo Gesang. Nach dem Abschluss folgte ein Aufbaustudium in Mailand, das er mit großem Erfolg abschloss. Danach studierte er in der Liedklasse von Prof. Konrad Richter an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart und absolvierte auch hier die Opernschule. Sein Gesangslehrer war in dieser Zeit Bernhard Gärtner. 1995 erfolgte sein Opern-Debut als „Sharpless“ in Puccinis „Madame Butterfly“. Seit dem sang er mit großem Erfolg Konzerte und Opern in Deutschland, im europäischen Ausland und in Japan. Dabei arbeitete er mit namhaften Dirigenten wie Nello Santi und Helmuth Rilling zusammen. Seit 2002 ist es ihm ein großes Anliegen, apanische Kunstlieder in Europa zu präsentieren. Im Jahre 2007 betraute ihn die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart mit einem Lehrauftrag für Gesang.

Mit Petra Labitzke, Ann Katrin Naidu, Tilmann Unger und Teru Yoshihara werden große Stimmen mit viel Opern-Erfahrung die Solopartien der „Petite Messe Solenelle“ des großen Opernkomponisten Gioachino Rossini gestalten. Begleitet werden sie von Friedemann Treutlein am Flügel und KMD Ernst Leuze am Harmonium. Dass trotz des Engagements dieser hochkarätigen Sängerinnen und Sänger die Eintrittspreise für das Konzert am 13. 2011 November im gewohnt moderaten Rahmen bleiben konnten, ist auch dem Engagement des Fördervereins für Kirchenmusik an der Peterskirche Weilheim/Teck zu danken.